Keine Geschlechtskrankheit sollte jemals unterschätzt werden

Keine Geschlechtskrankheit sollte jemals unterschätzt werden

Juli 2, 2018 0 Von Tim

Viele Menschen haben immer wieder den Gedanken, dass bei einem mal Sex ohne Kondom nicht immer direkt etwas passieren muss. Natürlich ist der Grundgedanke im Kern vielleicht nicht falsch, aber wer möchte schon einen Tripper riskieren, weil man fahrlässig mit den Verhütungsmethoden umgegangen ist? Es muss im Übrigen auch nicht immer bedeuten, dass eine Geschlechtskrankheit bedeutet, dass man stirbt, unfruchtbar ist oder ein Leben lang an Medikamenten gebunden ist, um die Infektionsrisiken zu verringern. So ist es wirklich nicht, was aber nicht bedeutet, dass die restlichen Symptome bei den Geschlechtskrankheiten außer Acht gelassen werden sollten, weil sie den Alltag unbestritten beeinflussen.

Gonorrhoe – eine Geschlechtskrankheit mit vielen unangenehmen Symptomen

Gonorrhoe oder der Tripper ist nach HIV die wohl meist bekannteste Geschlechtserkrankung, aber was wissen die meisten Menschen eigentlich über die Symptome? Leider sind sie zu Anfang mit erhöhtem Ausfluss bei der Frau recht unauffällig, aber der Nachgang kann ernsthafte Konsequenzen mit sich bringen. Denn beim Mann kann eitriger Ausfluss die Eichel verkleben und das führt zu unangenehmen Problemen beim Wasserlassen sowie Schmerzen und einem Juckreiz. Entzündungen können ebenfalls die Folge sein sowie optische Veränderungen. Bei Frauen sind ebenfalls auch die Schleimhäute betroffen, es eitert, tut weh, juckt und rötet sich. Sogar eine Unfruchtbarkeit kann für beide die Folge sein bis hin zu erektiler Dysfunktion.

Chlamydien sind in ihrer Symptomatik nicht leicht zu akzeptieren

Niemand möchte eine Geschlechtskrankheit haben, aber wenn doch, muss man schnell zum Arzt gehen und sie behandeln lassen. Bei einer Infektion mit Chlamydien wird dies schnell deutlich, weil eitriger Ausfluss sich schnell erkennbar macht. Auch die Probleme beim Wasserlassen sind kaum zu übersehen und sie sind zu spüren. Die Eileiter der Frauen können ebenfalls verkleben, was dazu führt, dass die Fruchtbarkeit deutlich in Mitleidenschaft gezogen wird. Ein Brennen beim Wasserlassen sowie ein Jucken treten im Intimbereich ebenfalls auf.

Syphilis sollte nicht unterschätzt werden

Die Knötchenbildung ist gerade bei einer Syphilis Erkrankung deutlich. Allerdings nicht sofort nach der Infektion, sondern meist nach 10 bis 14 Tagen. Die Knötchen machen sich schnell im Anus, Mund, in der Vagina oder am Penis bemerkbar. Anfänglich bildet sich ein kleiner Knoten mit rötlichem Rand. Später folgen Symptome wie Lymphknotenschwellungen. Doch wirklich drastisch wird es nach Jahren der Nichtbehandlung. Denn Gedächtnisverlust können eine Folge sein sowie Hirnerkrankungen. Das macht Syphilis zu einer schweren Geschlechtskrankheit und ist ein weiterer Grund dafür, wieso Kondome so enorm wichtig als Verhütungsmethode sind.

Es gibt viele Geschlechtskrankheiten neben HIV und jede hat ihre eigenen Nachteile. Deswegen ist es umso wichtiger, mehr Verständnis für verschiedene Geschlechtsinfektionen zu haben und den notwendigen Informationsstand. Nur so ist es sicher, dass mehr Menschen zu Kondomen greifen und sich regelmäßig testen lassen, um die Infektionsrisiken zu verringern.