Konzentrationsschwäche – Wenn die Gedanken montags noch im Wochenende sind

Konzentrationsschwäche – Wenn die Gedanken montags noch im Wochenende sind

Juli 2, 2018 0 Von Tim

Wer kennt es nicht? Das berühmte Mittagstief. Wenn man allerdings nur selten fokussiert an einer Sache arbeiten kann, ist das ein deutliches Zeichen für eine Konzentrationsschwäche. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Ursachen für Konzentrationsstörungen während der Arbeitszeit und gibt hilfreiche Tipps, diese zu überwinden.

Schwächephasen

Schwächephasen beim Versuch sich zu konzentrieren sind jedem geläufig. Das heißt nicht unbedingt, dass eine neuronale Störung vorliegt. Um diese Phasen überwinden zu können, ist es erst einmal hilfreich, die Ursachen ausfindig zu machen. In der Regel hängt eine Konzentrationsschwäche mit akutem Schlafmangel zusammen. Wenn der Körper sich nachts nicht vollständig erholen kann, führt das nicht nur zu Müdigkeit, sondern ebenso zu einem Mangel an Konzentration. Bei dauerhaften Schlafproblemen ist es ratsam, einige Gewohnheiten umzustellen. Ein Verzicht auf Koffein ab 15 Uhr kann dabei genauso hilfreich sein, wie das Einstellen von Verzehr schwerer Kost in den Abendstunden. Ein dunkles und stilles Schlafzimmer, sowie ein meditatives Entspannungsritual können unterstützend wirken. Sollten die Schlafprobleme weiterhin auftreten, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren.

Bewegungsmangel

Eine weitere Ursache für Konzentrationsschwierigkeiten ist ein akuter Bewegungsmangel. Dieser hat eine Schwächung der Sauerstoffversorgung im Körper zur Folge und die Leistungsfähigkeit des Gehirns nimmt ab. Schon eine kleine Umstellung schafft hier im Regelfall Abhilfe. Es ist ratsam, Hin- und Wieder zu Fuß zur Arbeit zu gehen oder die Treppe anstelle des Fahrstuhls zu nutzen. Das verbessert die Konzentrationsfähigkeit und hat ebenso einen positiven Nebeneffekt für das Herz- Kreislaufsystem. Zusätzlich ist ein sportliches Hobby, neben dem Beruf, empfehlenswert.

Stress

Eine der am häufigsten diagnostizierten Ursachen für Konzentrationsschwächen ist allerdings Stress. In der heutigen Leistungsgesellschaft sind Menschen immer häufiger dauerhaftem Stress ausgesetzt. Schlafmangel kann dabei eine der Begleiterscheinungen von diesem sein, wodurch zwei Hauptursachen für Störungen im Konzentrationsverhalten Hand in Hand gehen. Hier ist es hilfreich, diverse Übungen zur Stressbewältigung im Arbeitsalltag durchzuführen. Tiefes, kontrolliertes Ein- und Ausatmen bei geschlossenen Augen bewirkt Wunder. Bewegung trägt zusätzlich dazu bei, dass der Körper Stress abbaut. Ein gelegentlicher Spaziergang beugt daher nicht nur vor, sondern bewirkt einen Anstieg der Konzentrationsfähigkeit. Sollten diese einfachen Tipps nicht zum Erfolg führen, kann ein Yoga Kurs, meist sogar mit finanzieller Unterstützung der Krankenkassen, in Anspruch genommen werden.

Ernährung

Wenn ein ausgewogenes Schlafverhalten, viel Bewegung und ein relativ stressfreier Arbeitsalltag vorhanden sind, kann die Art und Weise der Ernährung ein großer Faktor für die Probleme sein. Zuviel Zucker kann Blutzuckerschwankungen verursachen. Diese führen dann genauso zu einem Leistungsabfall, wie ein chronischer Mangel an Mineralien und Vitaminen. Viele Nährstoffe sind vor allem in frischen Lebensmitteln enthalten. Eine ausgewogene Ernährung und viel Flüssigkeit sind daher erstrebenswert, um die Schwierigkeiten im Konzentrationsverhalten in den Griff zu bekommen. Der Verzehr von proteinhaltigen Snacks wie Nüssen kann zu einer Leistungssteigerung während der Arbeitszeit führen.

Nikotin

Ein Hauptverursacher für Konzentrationsstörungen sind allerdings besonders Nikotin und Alkohol. Eine Nikotinsucht führt schon nach einem geringen Zeitfenster zu dem Verlangen, diese durch das Rauchen einer Zigarette zu stillen. Dieser Ablenkungsfaktor lässt kaum eine fokussierte Arbeitsweise zu. Der Verzicht auf den Krankheitserreger steigert zusätzlich das allgemeine Wohlbefinden und wirkt sich daher positiv auf die Grundstimmung aus.

Da Konzentrationsschwächen auch als Nebenerscheinung verschiedenster Grunderkrankungen auftreten können, ist es ratsam, bei anhaltenden Schwierigkeiten einen Arzt zu konsultieren.