Tripper

Tripper

Juli 2, 2018 0 Von Tim

Bei Tripper, das ebenso als Gonorrhoe bezeichnet wird, geht es um eine weit verbreitete Geschlechtserkrankung. Das Hauptsymptom ist Ausfluss. Ausgelöst wird die Krankheit von den Bakterien Gonokokken. Die exakte Bezeichnung des Erregers ist Bakterium Neisseria gonorrhoeae. Keineswegs lediglich beim klassischen, ungeschützten Geschlechtsverkehr, sondern ebenso durch Anal- oder Oralverkehr auf die Anal- beziehungsweise Rachen- und Mundschleimhaut kann Gonorrhoe übertragen werden. An Tripper erkranken bundesweit jährlich etwa zwischen 10.000 und 20.000 Menschen.

Symptome

Bei ungefähr fünf Prozent aller Betroffenen kommen trotz Gonokokken-Infektion keine Tripper-Symptome vor. Diese Personen haben selber zwar keinerlei Krankheitserscheinungen, können allerdings andere anstecken.

Tripper-Beschwerden bei Männer

Es dauert zwischen zwei und drei Tage, bis bei einem Infizierten erste Symptome von Tripper auftreten. Es kommt zur Harnröhrenentzündung mit Juckreiz, Brennen beim Wasserlassen und einem typisch gelbgrünen, eitrigem Ausfluss. Oft sind diese Schmerzen so stark, dass Betroffene das Gefühl haben, Glassplitter zu urinieren. Außerdem kann die Harnröhrenöffnung geschwollen oder gerötet sein. Nachdem dem Aufstehen entsteht noch vor dem ersten Urinieren an der Harnröhrenöffnung ein Sekret-Tröpfchen. Mediziner nennen dies Bonjour-Tröpfchen. Die Urethritis hält ohne Behandlung ungefähr acht Wochen an. Es ist möglich, dass die Gonokokken innerhalb der Genitalorgane weiter wandern und Entzündungen der Prostata oder der Nebenhoden auslösen. Diese verursachen dann eine Schwellung der Hoden und Unterbauchschmerzen. Diese Entzündungen können zur Unfruchtbarkeit führen.

Tripper-Beschwerden bei Frauen

Die ersten Symptome zeigen sich bei Frauen oft nach ungefähr zehn Tagen. Oft verlaufen sie schwächer als bei Männern. Zu Beginn bleiben diese häufig unbemerkt. Von zahlreichen Frauen wird ein leichter Scheidenausfluss als normal betrachtet und keineswegs weiter beachtet. Auch bei den Damen entzündet sich die Harnröhre. Weiterhin kommt es mitunter ebenso zu Entzündungen des Gebärmutterhalses oder einer Scheidenentzündung. Diese Entzündungen treten zusammen mit eitrigem Ausfluss auf. Symptome beim Wasserlassen sind Schmerzen und Brennen. Selbst hier können die Gonokokken in die umliegenden Organe aufsteigen. Entzünden sich am Scheideneingang die Bartholindrüsen, geben Frauen oft starke Beschwerden im vaginalen Bereich an, welche gerade im Sitzen vorkommen. Zudem ist der Gebärmutterhals bevorzugt betroffen, was mit Fieber und Unterbauchschmerzen einhergeht. Werden die Eileiter oder die Gebärmutterschleimhaut befallen, kann dies ebenso bei Frauen zu Infertilität, also Unfruchtbarkeit, führen. Schlimmstenfalls ist es möglich, dass sich der Gonokokkeninfekt auf das Bauchfell ausbreitet und so eine lebensgefährliche Infektion des ganzen Bauchraumes auslöst.

Untersuchung

Der gelb-grünliche, eitrige Ausfluss aus der Harnröhre ist beim Mann ein eindeutiger Beweis für Tripper. Die Gonokokken-Infektion lässt sich mit einem Sekretabstrich aus der Harnröhre belegen. Bei Männern ist dieser Nachweis sehr genau, während bei Frauen lediglich jeder zweite Fall positiv ausfällt. Eine weitere Methode ist das Nachweisen von Neisseria gonorrhoespezifischer DNA. Es ist ebenso möglich, aus dem Abstrichmaterial ebenso Bakterienkulturen anzulegen, was sich außerdem zu der Suche nach dem passenden Antibiotikum nutzen lässt.

Therapie

Im Normalfall heilt Tripper frühzeitig behandelt folgenlos aus. Bei den Behandlungen werden hierfür Antibiotika angewendet. Weil die Gonokokken gegen die Antibiotika resistent geworden sind, setzt man heutzutage insbesondere Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Fluorchinolone und Cephalosporine ein. Wichtig ist, dass die Betroffenen unbedingt die Anwendungsvorschiften einhalten, da sonst der Behandlungserfolg keineswegs sicher ist. Zudem führt ein nicht sachgemäßer Gebrauch erheblich zu Antibiotikaresistenzen. Man spritzt das Antibiotikum in den Muskel oder nimmt es als Tablette ein. Bei Komplikationen, etwa einer Gebärmutter- oder Prostataentzündung, erfolgen bevorzugt Infusionen in die entsprechende Vene. Auch das Behandeln der Sexualpartner ist wichtig, weil man sich ansonsten immer wieder wechselseitig ansteckt.